Schachtstrasse 20
D-99706 Sondershausen
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Geologie (für mehr spezielle Informationen klicken Sie hier)

Die Erlebnisbergwerk-Betreibergesellschaft mbH nutzt für ihre untertägigen Befahrungsangebote Grubenhohlräume des Bergwerkes Glückauf Sondershausen.

Das Bergwerk ist ein ehemaliges Gewinnungsbergwerk in dem Kalisalze zur Herstellung von Düngemittel, Salzlaugen und Chemikalien abgebaut wurden. Durch die ausschließliche Gewinnung von Kalisalzen darf sich das Bergwerk auch "Ältestes befahrbares Kalibergwerk der Welt" nennen.

Die Grubenholräume sind zwischen 550 m und 1150 m unter der Erdoberfläche (= Teufe). Für die Touristen werden nur Grubenhohlräume zwischen 600 m und 800 m Teufe befahren.

Erschlossen ist das Bergwerk über zwei vertikale Schächte, durch welche neben den Bergleuten und Touristen auch das gesamte Material transportiert und die untertage benötigte Luft (bergmännisch "Wetter" genannt) zu- und abgesaugt wird.

Die Hauptbefahrungsstrecken befinden sich im geologischen Horizont des Staßfurt-Steinsalzes, welches dem Besucher als Kochsalz von der heimischen Küche bekannt sein dürfte. Das Salz ist weiß bis gräulich und hat einen NaCl-Gehalt von 94-98 %. Salz- und Gesteinsschichten

Die Kalilagerstätte, die hier im Südharz innerhalb der Staßfurt-Folge im Flöz Staßfurt abgebaut wurde, ist durch eine hell- bis dunkelrote Farbe gekennzeichnet. So können die Besucher recht deutlich erkennen, wann der Wechsel von den Hauptstrecken im Steinsalz in ein ehemaliges Abbaurevier im Kalisalz erfolgt. Kalisalze die im Bergwerk abgebaut wurden, sind anhydritisches Hartsalz und Carnallitit.

Über den Salzhorizonten lagern im Bergwerk mächtige Gesteinsschichten aus Grauem Salzton und unterem Buntsandstein, die auch das Bergwerk vor Wasserzuflüssen schützen. Die weiter südlich gelegenen Grubenbaue sind z.T. auch noch mit dem dort über Tage anzutreffenden Muschelkalk überdeckt. Den Buntsandstein trifft man regional auf dem Höhenzug Windleite, den Muschelkalk auf dem Höhenzug Hainleite wieder. Die Anhydrithorizonte stehen, bedingt durch die Heraushebung des im Norden gelegenen Harzes im Tertiär, am Südharzrand teilweise an der Tagesoberfläche und werden an einigen Standorten auch industriell abgebaut (Niedersachswerfen).

Das Bergwerk besitzt durch seinen über einhundert Jahre andauernden Abbau ein enorm ausgedehntes untertägiges Grubenfeld (NW-SE ca. 20 km, NE-SW ca. 5,5 km). Vergleichbar ist das untertägige Streckennetz in seiner Größe mit dem Straßennetz einer mittleren Großstadt wie Erfurt, Halle oder Kassel. Alle Hohlräume und Strecken sind heute nicht mehr befahrbar, da überall, wo Besucher des Bergwerkes sich aufhalten dürfen auch die Sicherheit gewährleistet werden muss. Das wiederum kann nicht mehr im gesamten Bergwerk erreicht werden, sodass alte Strecken und Hohlräume, die nicht mehr gebraucht werden, für den Verkehr gesperrt wurden.

Alle Experten und Fachleute, denen auch ein spezielles Führungsprogramm angeboten wird, können sich hier eine umfangreiche und detaillierte Beschreibung des Bergwerkes downloaden.

Sie können sich das Dokument online ansehen, zur späteren Verwendung auf Ihrem Rechner abspeichern oder bei Bedarf ausdrucken.

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