Die Erlebnisbergwerk-Betreibergesellschaft
mbH nutzt für ihre untertägigen Befahrungsangebote Grubenhohlräume
des Bergwerkes Glückauf Sondershausen.
Das Bergwerk
ist ein ehemaliges Gewinnungsbergwerk in dem Kalisalze zur Herstellung
von Düngemittel, Salzlaugen und Chemikalien abgebaut wurden. Durch
die ausschließliche Gewinnung von Kalisalzen darf sich das Bergwerk
auch "Ältestes befahrbares Kalibergwerk der Welt" nennen.
Die Grubenholräume
sind zwischen 550 m und 1150 m unter der Erdoberfläche (= Teufe).
Für die Touristen werden nur Grubenhohlräume zwischen 600 m und
800 m Teufe befahren.
Erschlossen
ist das Bergwerk über zwei vertikale Schächte, durch welche neben
den Bergleuten und Touristen auch das gesamte Material transportiert
und die untertage benötigte Luft (bergmännisch "Wetter" genannt)
zu- und abgesaugt wird.
Die Hauptbefahrungsstrecken
befinden sich im geologischen Horizont des Staßfurt-Steinsalzes,
welches dem Besucher als Kochsalz von der heimischen Küche bekannt
sein dürfte. Das Salz ist weiß bis gräulich und hat einen NaCl-Gehalt
von 94-98 %.
Die Kalilagerstätte,
die hier im Südharz innerhalb der Staßfurt-Folge im Flöz Staßfurt
abgebaut wurde, ist durch eine hell- bis dunkelrote Farbe gekennzeichnet.
So können die Besucher recht deutlich erkennen, wann der Wechsel
von den Hauptstrecken im Steinsalz in ein ehemaliges Abbaurevier
im Kalisalz erfolgt. Kalisalze die im Bergwerk abgebaut wurden,
sind anhydritisches Hartsalz und Carnallitit.
Über den Salzhorizonten
lagern im Bergwerk mächtige Gesteinsschichten aus Grauem Salzton
und unterem Buntsandstein, die auch das Bergwerk vor Wasserzuflüssen
schützen. Die weiter südlich gelegenen Grubenbaue sind z.T. auch
noch mit dem dort über Tage anzutreffenden Muschelkalk überdeckt.
Den Buntsandstein trifft man regional auf dem Höhenzug Windleite,
den Muschelkalk auf dem Höhenzug Hainleite wieder. Die Anhydrithorizonte
stehen, bedingt durch die Heraushebung des im Norden gelegenen
Harzes im Tertiär, am Südharzrand teilweise an der Tagesoberfläche
und werden an einigen Standorten auch industriell abgebaut (Niedersachswerfen).
Das Bergwerk
besitzt durch seinen über einhundert Jahre andauernden Abbau ein
enorm ausgedehntes untertägiges Grubenfeld (NW-SE ca. 20 km, NE-SW
ca. 5,5 km). Vergleichbar ist das untertägige Streckennetz in
seiner Größe mit dem Straßennetz einer mittleren Großstadt wie
Erfurt, Halle oder Kassel. Alle Hohlräume und Strecken sind heute
nicht mehr befahrbar, da überall, wo Besucher des Bergwerkes sich
aufhalten dürfen auch die Sicherheit gewährleistet werden muss.
Das wiederum kann nicht mehr im gesamten Bergwerk erreicht werden,
sodass alte Strecken und Hohlräume, die nicht mehr gebraucht werden,
für den Verkehr gesperrt wurden.
Alle Experten
und Fachleute, denen auch ein spezielles Führungsprogramm angeboten
wird, können sich hier
eine umfangreiche und detaillierte Beschreibung des Bergwerkes
downloaden.
Sie können sich das Dokument
online ansehen, zur späteren Verwendung auf Ihrem Rechner
abspeichern oder bei Bedarf ausdrucken.